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Bundesweite Initiative zur Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs

Logo "Trau Dich!"

Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch: Hintergründe über die Ziele der Initiative

Trau dich! Gemeinsam gegen sexuellen Kindesmissbrauch

Die „Bundesweite Initiative zur Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs“ verknüpft unter dem Titel „Trau dich!“ eine Reihe von Maßnahmen gegen sexuellen Kindesmissbrauch. Die Initiative ist Teil der Strategie der Bundesregierung zum Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt und Ausbeutung. In das Konzept sind Erkenntnisse des Runden Tisches „Sexueller Kindesmissbrauch“  und Empfehlungen der Geschäftsstelle des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs eingeflossen.

Vorwort

Die bundesweite Initiative „Trau dich!“ will zum einen Mädchen und Jungen ermutigen, sich im Bedarfsfall Hilfe zu holen. Zum anderen sollen Erwachsene befähigt werden, auch selbstverständlicher Hilfe geben zu können.

Dabei geht es nicht nur darum, Betroffenen als Unterstützung zur Verfügung zu stehen, sondern im umfassenden Sinne präventiv zu wirken; das heißt Kinder, Eltern und Lehrkräfte zu stärken.

Dies gelingt nur im Zusammenspiel der unterschiedlichen Bausteine von „Trau dich!“: Über das Theaterstück findet ein direkter Austausch mit den Mädchen und Jungen statt. In den Fortbildungen für Lehrkräfte wird Wissen und Handlungsfähigkeit vermittelt. In Informationsveranstaltungen erhalten Eltern Anregungen für den Erziehungsalltag und Tipps, wie sie mit ihrem Kind über sexualisierte Gewalt sprechen können. Begleitende Materialien und Online-Angebote für Kinder, Lehrkräfte und Eltern flankieren die personalkommunikativen Maßnahmen und helfen, die Zielgruppen sprachfähiger und wahrnehmungsfähiger zu machen.

Die gleichzeitige Vernetzung aller Aktiven eines Bundeslandes schafft und verstärkt nachhaltige Strukturen – auch über die Aufführungen des Theaterstücks hinaus. Und genau dies dient langfristig dem Schutz und der Kompetenzerweiterung von Kindern und den unterstützenden Erwachsenen.

Frau Dr. Heidrun Thaiss
Leiterin Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Die Akteure

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ist gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) für die Konzeption, Entwicklung und Durchführung der Initiative verantwortlich und setzt sie in Kooperation mit den Bundesländern und den Fachstellen gegen sexuellen Missbrauch um. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat die Aufgabe, die bundesweite Initiative „Trau dich!“ umzusetzen. Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen einen Überblick u.a. darüber geben, was die Ziele der Initiative sind, welche Bausteine und Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele eingesetzt werden und wie die Initiative durch Evaluation wissenschaftlich begleitet wird.

Beratendes Fachgremium

Am 08.08.2012 fand die erste Sitzung des Beratenden Fachgremiums der bundesweiten Initiative zur Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs „Trau dich!“ in der BZgA statt. Für die zweite Laufzeit der Initiative bis Ende 2018 wurden insgesamt 26 Mitglieder aus den nachfolgenden Bereichen berufen: Kinder- und Jugendschutz, Fachberatungsstellen, Lehrerfortbildung/Schulentwicklung, Kinderrechte, Erziehungswissenschaft, Sexualpädagogik, Präventionsforschung, Kirchen und Wohlfahrtsverbände, Wissenschaft und Forschung, Justiz, Medizin, Arbeitnehmerverbände, Ministerien, „Eckiger Tisch“.

Mitglieder des Beratenden Fachgremiums

NameInstitution
Dr. Dirk BangeBehörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration
Dr. Christian BöhmBehörde für Schule und Berufsbildung Hamburg Beratungsstelle Gewaltprävention
Bernd EberhardtDeutsche Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung e.V.
Bettina FrankSenatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin
Dr. Ingo FrankeUniversitätskinderklinik Bonn
Erika Georg-MonneyAmt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche im Rheinland im Haus Landeskirchliche Dienste
Prof. Dr. Cornelia HelfferichSozialwissenschaftliches FrauenForschungsInstitut Freiburg
Jun. Prof. Dr. Anja HenningsenChristian-Albrechts-Universität zu Kiel
Norbert HockeGewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
Paula Honkanen-SchoberthDeutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V. Bundesgeschäftsstelle
Martina Huxoll-von AhnDeutscher Kinderschutzbund Landesverband NRW e.V.
Matthias KatschEckiger Tisch
Christa Lettau 
Prof. Dr. Jörg MaywaldDeutsche Liga für das Kind in Familie und Gesellschaft (Initiative gegen frühkindliche Deprivation) e.V.
Manuela RöttgenErzbistum Köln
Ursula SchelePräventionsbüro PETZE
Friedemann Schindlerjugendschutz.net
Jörg SchuhTauwetter e.V.
Ulrike Stahlmann-LiebeltStaatsanwaltschaft Flensburg
Dr. Manuela Stötzel (ständiger Gast)Referat „Arbeitsstab des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs“
Norbert StruckDeutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.
Angelika SydowMinisterium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein
Christa Wanzeck-SielertInstitut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein
Jun. Prof. Dr. Martin WazlawikWestfälische Wilhelms-Universität Münster
Prof. Dr. Julia ZinsmeisterTechnische Hochschule Köln
Prof. Dr. Maud ZitelmannFrankfurt University of Applied Sciences