Bundesweite Initiative zur Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs
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Die Darsteller des Theaterstücks halten sich an den Händen und verbeugen sich vor dem Publikum
 

Kindesmissbrauch ins Gespräch bringen: Theaterstück "Trau dich!" für Kinder

Was ist die Vor-Ort-Aktion?

Seiteninhalt

Impressionen bisheriger Aufführungen
Kindliche Lebenswelten verstehen
Spielerischer Umgang mit einem sensiblen Thema
Vor- und Nachbereitung
Entwicklung und Erarbeitung des Theaterstücks
Eindrücke und Ergebnisse aus den Recherchen
Termine
Anmeldung und Kontakt
FAQ-Videos zum Theaterstück



Das interaktive Theaterstück „Trau dich!“ ist – zusammen mit den Aktionen der Kooperationspartner vor Ort – das zentrale Element der gleichnamigen „bundesweiten Initiative zur Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs" vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Das Stück zeigt Kindern einen möglichen Umgang mit schwierigen Situationen auf und trägt zu ihrer Selbstbestimmung bei. Das Medium Theater bietet dabei viele Ausdrucksmöglichkeiten, denn es kann

  • mit Worten, Bildern und Musik erzählen,
  • den Zuschauenden eigene Fantasieräume eröffnen,
  • Identifikation stiften,
  • Botschaften auf eine sinnlich erfahrbare Weise vermitteln,
  • anstoßen, aufrütteln, inspirieren und berühren und
  • somit Neues erfahrbar machen.

Die Initiative spricht Kinder zwischen acht und zwölf Jahren, Eltern und pädagogische Fachkräfte an. Sie klärt Kinder über ihre Rechte auf und stärkt sie darin, sich gegen Übergriffe abzugrenzen und sich an eine Vertrauensperson zu wenden. Lehrpersonen und den pädagogischen Fachkräften gibt „Trau dich!“ Impulse und Hilfestellungen, um das Thema sexueller Missbrauch im Unterricht vor- und nachzubereiten. Für die Initiative ist das Theaterstück ein zentraler Baustein und mit den anderen Angeboten der Initiative eng verknüpft.

Videogrußwort Caren Miosga

Botschafterin Caren Miosga begrüßt die Kinder bei der Premiere in Dresden.

Videotranskription:

Caren Miosga, Tagesthemen-Sprecherin im Ersten und Trau-dich!-Botschafterin:

Ich grüße aus Hamburg alle, die zur Aufführung „Trau dich!“ gekommen sind. Wenn ich mich kurz vorstellen darf, ich bin Caren Miosga, ich arbeite für die Nachrichtensendung „Tagesthemen“ im Ersten. Das kennen vermutlich nur die Erwachsenen, weil die Sendung immer erst sehr spät, nach zehn Uhr abends, im Fernsehen zu sehen ist. In dem Stück gleich zeigen Kinder, wie sie mit Gefühlen umgehen. Mit guten Gefühlen und mit schlechten Gefühlen. Das ist manchmal gar nicht so einfach. Deshalb gibt es diese Initiative Trau dich!, mit vielen Informationen und mit vielen guten Tipps. Und ich unterstütze Trau dich!, damit möglichst viele Kinder und Erwachsene davon hören. Ich selbst habe auch zwei Kinder, mit denen ich zuweilen auch über ihre Gefühle spreche. Das ist nicht immer so einfach, aber meistens klappt es ganz gut. Manchmal würde ich mir auch Unterstützung wünschen, da bin ich ziemlich froh, dass es sowas wie Trau dich! gibt. Ich selbst erinnere ,mich auch noch ganz gut, wie das als Kind für mich war. Ich mochte es zum Beispiel überhaupt nicht, wenn meine Oma mir die Marmeladenspuren, die man nach dem Frühstück hier so überall im Gesicht hatte, mit Spucke wegwischte. Viele von euch kennen das bestimmt, wenn Leute so im Gesicht rumwischen. Das fand ich gräßlich. Das war mir so unangenehm, aber ich mich nicht so richtig getraut, ihr das zu sagen und irgendwann hab ich mir einen Schubs gegeben und habs ihr doch gesagt. Sie hat es sofort verstanden und ich hab mich danach viel besser gefüht. Ich hoffe, dass ihr gleich im Theaterstück selbst ein paar Tricks entdecken könnt, wie das so geht mit den Gefühlen und mit dem Sprechen darüber. Ich fänd es super, wenn ihr das danach mal ausprobieren könnt, mit dem mal Drüberreden. Aber erst einmal wünsche ich allen eine ganz tolle Aufführung. Tschüss aus Hamburg!

 

Impressionen bisheriger Aufführungen:

Kindliche Lebenswelten verstehen

Bei der Entwicklung des Theaterstücks „Trau dich!“ setzte sich die deutsch-schweizerische Theatergruppe Kompanie Kopfstand fachlich intensiv mit den Themen sexueller Missbrauch und Kinderrechte auseinander. Besonders wichtig war für die Theatergruppe, einen Bezug zur realen Lebenswelt der Kinder zu finden. Dazu veranstalteten sie Projekt- und Aktionstage in Schulen: Mit Hilfe von kreativen Schreib- und Malwerkstätten, kleinen Quizshows oder szenischer Arbeit mit den Mädchen und Jungen ging es dabei um die Rechte der Kinder auf Hilfe und körperliche Unversehrtheit, den Schutz ihrer Privatsphäre und Würde sowie ihr Recht auf Geborgenheit und Unterstützung. Eine Videokünstlerin dokumentierte die gesamte Recherchephase mit Video- und Audioaufnahmen, die als Sequenzen auch in das Theaterstück eingebaut sind.

Die Proben begannen Anfang Dezember 2012. Mehrere öffentliche Proben vor Kindern und Fachpublikum stellten sicher, dass das hochsensible Thema Kindesmissbrauch adressatengerecht und in einer angemessenen Sprache umgesetzt wurde. Die zentralen Präventionsbotschaften sollen sowohl Kinder erreichen, die noch nie von sexueller Gewalt gehört haben als auch diejenigen, die selbst direkt oder indirekt betroffen sind. (Zurück zum Anfang der Seite)

Spielerischer Umgang mit einem sensiblen Thema

„Trau dich!“ nimmt die Mädchen und Jungen mit auf eine spielerische Entdeckungsreise, die das Thema sexueller Missbrauch mit den Themen Kinderrechte und Sexualaufklärung verknüpft. Das Ergebnis ist eine „Performance-Collage“ mit interaktiven und multimedialen Elementen. Dabei bilden die in der Recherchephase entstandenen Ergebnisse die Grundlage für vier dramaturgisch geschlossene, aber nicht linear erzählte Geschichten. Neben Filmsequenzen von Kindern, die Situationen kommentieren und diskutieren, spielt der Einsatz von Musik eine wichtige Rolle. Als Bühnenbild dient ein überdimensionales Stofftuch, das die Schauspielerinnen und Schauspieler je nach Bedarf und Szene einsetzen: Mal hängt es an der Wand, mal schwebt es als Dach unter der Decke oder dient als Kostüm oder Kissen.
Mit ihrer Inszenierung regt die Kompanie Kopfstand Kinder an, zwischen den einzelnen Geschichten Beziehungsmuster zu entdecken und eine eigene Haltung zum Thema zu entwickeln. Gleichzeitig vermittelt das Stück die Bedeutung universeller Kinderrechte. Die Theatergruppe tritt in Kontakt mit dem Publikum und stellt so eine Nähe her, die zu einem direkten Austausch zwischen Bühne und Zuschauerraum führt. Schon beim Betreten des Theaters werden die Kinder persönlich begrüßt und durch kurze Interaktionen zu den Themen „Gefühle, Nähe und Distanz“ und „Begegnung“ auf das Theaterstück eingestimmt. (Zurück zum Anfang der Seite)

Vor- und Nachbereitung

Um die Wirkung und Nachhaltigkeit der vermittelten Botschaften des Theaterstücks und der bundesweiten Initiative insgesamt zu erhöhen und den teilnehmenden Kindern ausreichend Raum zur Verarbeitung und Vertiefung der Thematik zu bieten, ist eine angemessene pädagogische Vor- und Nachbereitung notwendig. Hierzu bedarf es einer Sensibilisierung der schulischen Fachkräfte. Aus diesem Grund bietet die Initiative vor der Theateraufführung Fortbildungen für Lehrerinnen, Lehrer und Fachkräfte sowie vorbereitende Elternabende in Kooperation mit den Präventionsfachstellen an.

Zudem wird teilnehmenden Lehrern ein Heft mit Unterrichtsmaterial zur Nachbereitung des Theaterstücks angeboten sowie Schlüsselszenen des Theaterstücks als Filmclips zum Downloaden zur Vor- und Nachbereitung des Theaterbesuchs. Die Szenen werden in einem passwortgeschützen Zip-Ordner zur Verfügung gestellt. Hier können Sie ihr Passwort anfordern.

Entwicklung und Erarbeitung des Theaterstücks

Für die Erarbeitung des Theaterstücks setzte sich die Kompanie Kopfstand fachlich und persönlich intensiv mit dem Thema auseinander und führte im Vorfeld in enger Abstimmung mit spezialisierten Fachstellen und Fachkräften Recherchen mit den Zielgruppen durch. Kinder und Lehrpersonen wurden während des Entstehungsprozesses partizipativ in die Erarbeitung des Theaterstücks eingebunden. Wichtig war insbesondere der Bezug zur Lebenswelt der Kinder, um herauszufinden, was und wer den Kindern in diesem Alter wichtig ist. Dabei ging es z.B. um Fragen wie

Was spielen sie?
Mit wem verbringen sie Zeit?
Was tun sie im Internet?
Welche Erfahrungen haben sie mit dem ersten Verliebtsein?

Die Kompanie Kopfstand veranstaltete dazu Projekt- und Aktionstage in Schulen. Mit unterschiedlichen Methoden wie theaterpädagogischen Aufwärmspielen, Assoziationsspielen, Gesprächen, kreativen Schreib- und Malwerkstätten, Basteln von Masken, kleinen Quizshows oder Verfassen von kurzen Geschichten wurden die Themen gemeinsam mit den Kindern behandelt.

Die Recherchephasen wurden von einer Videokünstlerin begleitet, die die Ergebnisse durch Video- und Audioaufnahmen dokumentierte. Auf Basis der Erzählungen der Kinder wurden zusätzlich Videoaufnahmen mit gecasteten Kindern erstellt, die im Laufe des Theaterstückes an verschiedenen Stellen eingeblendet werden.

In der Recherchephase behandelte Themen waren:

  • Die erste Liebe
  • Vertrauenspersonen
  • Beziehungen
  • Nähe und Distanz
  • Gefühle
  • Sexueller Missbrauch
  • Kinderrechte

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Recherchearbeit

Eindrücke und Ergebnisse aus den Recherchen

  • Die Kinder signalisierten insgesamt eine große Offenheit und Hilfsbereitschaft.
  • Es zeigten sich deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede. Die teilnehmenden Jungen hatten oft Probleme über Gefühle zu sprechen während dies für die Mädchen kein Problem darstellte.
  • Viele Kinder deuteten an, dass ihnen männliche Bezugspersonen in ihrem Lebensumfeld fehlten.
  • Altersspezifische Unterschiede wurden insbesondere in Bezug auf den Umgang mit Nähe und Zärtlichkeit deutlich. Je älter die Kinder waren, desto verschlossener zeigten sie sich.
  • Anhand eines Beispiels wurde das Thema Manipulierbarkeit diskutiert. Ein Kind berichtete aus eigener Erfahrung: In einem Lebensmittelgeschäft hatte ein männlicher Kunde die Rechnung des Kindes an der Kasse übernommen. Ob es sich dabei bereits um eine Grenzüberschreitung handelte oder einfach um eine freundliche Geste, wurde von den Kindern unterschiedlich eingeschätzt. Die Möglichkeit einer Manipulierbarkeit durch eine entstandene "Bringschuld" wurde als mögliche Folge einer solchen Situation eingeschätzt.
  • Die teilnehmenden Mädchen beschäftigten sich mehr als Jungen mit dem Thema Sexualität, Risiken und Schwangerschaft.
  • Die teilnehmenden Kinder zeigten ein eher stereotypisches Denken in Bezug auf Mädchen- und Jungenrollen; auch in Bezug auf das Thema Missbrauch (Mädchen als Opfer, Jungen als Täter).
  • Die Kinder äußerten Schwierigkeiten, ihre Grenzen vor Erwachsenen zu formulieren.
  • Das Thema sexueller Missbrauch löste bei den Kindern sehr medial geprägte Bilder und Szenarien im Kopf aus. Es wurden vor allem Fremdtäter und Extrembeispiele (Entführung, Vergewaltigung, Tötung etc.) assoziiert.
  • Fast alle Kinder gaben an, täglich mit Grenzüberschreitungen im Internet zu tun zu haben. Einige scheinen dabei jedoch ein recht gutes Gespür dafür zu haben, wann ein Erwachsener versucht, sich beispielsweise in Foren als Kind auszugeben, um darüber nähere Daten in Erfahrung zu bringen. Hier einige Zitate der Kinder im Rahmen der zugehörigen Diskussion:
    • „Ich werde bei Movie Star Planet ständig nach meinem Namen und meiner Adresse gefragt. Die gebe ich natürlich nicht raus. Das nervt total!“
    • „Man wird ständig beim Chat gefragt, ob man sich mal treffen will. Ich kenne die Leute doch gar nicht!“
    • „Wildfremde Leute fragen mich im Chat, ob ich eine Beziehung mit ihnen will!“
    • „Man merkt einfach, wenn da ein Erwachsener schreibt! Zum Beispiel bei Movie Star Planet hat mich mal einer angeschrieben: Yo, wie geht’s dir? Die wollen immer wissen, wo ich wohne. Ich schreibe dann immer zurück: Du bist kein Kind!“
    • „Man merkt auch an der Rechtschreibung, wenn ein Erwachsener schreibt. Die Erwachsenen versuchen immer, Kinder zu spielen. Dann machen sie so extra Fehler, zum Beispiel „kul“ statt „cool“.“
  • Viele Kinder berichteten von kleinen Grenzüberschreitungen im Alltag durch Mitschüler oder in Form von Küssen, Umarmungen, Kitzeln von Familienangehörigen. Dabei wurde offensichtlich, wie schwierig es für die Kinder ist, ihre Grenzen zu artikulieren. Ein Mädchen erzählte, dass ihr Vater sie immer noch so „doll knuddeln will“ und sie das dann über sich ergehen lässt. Ein anderes Mädchen erzählte vom großen Bruder, der sie immer noch hochhebt, obwohl sie das nicht mag.
  • Einige Kinder hatten bereits für sie unheimliche Begegnungen mit Fremden, bei denen sie Grenzüberschreitungen erfuhren. Hier einige Zitate der Kinder im Rahmen der zugehörigen Diskussion:
    • „Ich wurde mal von einem Mann nach der Schule verfolgt!“
    • „Ich bin mal mit meiner Freundin Carlotta vom Judo gekommen. Wir wollten nach Hause gehen. Dann kam ein Mann und hat „Hi“ gesagt. Wir sind schnell weiter gegangen und haben so getan, als wenn wir in einem anderen Haus wohnen würden, damit der nicht unsere Adressen kennt.“
    • „Mir und meiner kleinen Schwester wollte mal ein Mann ein Eis kaufen. Das war so komisch. Weil der hat die ganze Zeit zu uns geguckt. Und als meine Mutter kurz was einkaufen war, hat er uns das mit dem Eis gefragt. Ich habe dann „Nein danke“ gesagt und dann kam schon meine Mutter zurück.“
    • „Unsere Horterzieherin hat uns erzählt, dass schon mal ein Mädchen auf der Toilette vergewaltigt wurde.“
    • „Ich laufe immer nur zu dritt von der Schule nach Hause. Sonst habe ich Angst!“
    • „Ich habe mal einen komischen Mann gesehen, der hat immer auf der Straße gesungen und hat seinen Hosenstall aufgemacht. Da bin ich schnell mit dem Fahrrad weggefahren.“
    • „Ich habe auch mal einen Mann gesehen, der hat mir vor der Schule seinen Penis gezeigt. Da kam zum Glück der Hausmeister und hat ihn weggeschickt!“
    • „Mich haben mal große Jugendliche gefragt im Bus, wo ich wohne. Da habe ich gesagt: „Das will ich euch nicht sagen“. Da wollten sie mich mit dem Handy filmen. Dann bin ich ausgestiegen.“
    • „Ich habe mich in Mainz verlaufen. Da habe ich angefangen zu weinen. Dann kam eine Frau, die hat gesagt, dass sie mir helfen kann. Aber dann ist sie eine ganz andere Richtung mit mir gegangen. Da bin ich weggerannt und habe eine andere Frau gefragt. Die hat dann die Polizei angerufen.“
  • Die teilnehmenden Kinder wussten um ihre Kinderrechte. In Ethik oder Lebenskunde hatten sie das Thema bereits durchgenommen und konnten viele der Rechte aufzählen

Die Theaterkompanie

Die 2003 gegründete Kompanie Kopfstand (KoKo) mit Sitz in Zürich und Berlin ist eine professionelle, freie Theatergruppe mit dem Studienschwerpunkt Kinder- und Jugendtheater. Sie gründete sich aus Studierenden der Stiftung Universität Hildesheim, mit dem Studienschwerpunkt Kinder- und Jugendtheater. Das Ziel in der Theaterarbeit der Kompanie besteht darin, auf ästhetischer Ebene neue Wege zu gehen, neue Erzählweisen, Theaterformen und Bühnenstrukturen herauszuarbeiten. Dabei werden Künstler aus allen Kunstrichtungen in die Arbeit miteinbezogen.

Das künstlerische Leitungsteam besteht aus Julia Bihl, Charlotte Baumgart und Annina Giordano-Roth. KoKo verbindet Theaterproduktionen und Theaterpädagogik. Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen wird auf spielerische Art über Körper- und Wahrnehmungsübungen, Theaterimprovisation und Fantasieräume die Welt des Theaters nahegebracht. (Zurück zum Anfang der Seite)

Das offizielle Video zum Theaterstück:

Videotranskription:

[Man sieht mehrere Kinder auf dem Boden kniend. Sie bemalen Papiertüten mit verschiedenen Gesichtsausdrücken. Man sieht mehrere Erwachsene an einem runden Tisch, wie sie sich beraten. Schnitt auf Christopher Gottwald, der Regisseur des Theaterstücks „Trau dich“. Er sitzt gemeinsam mit Regisseurin Annina Giordano-Roth auf einem Sofa.]

Christopher Gottwald:

Für mich ist es wichtig, bei einem Theaterstück, bei dem es um Prävention von sexueller Gewalt geht, zuallererst mal das Thema Sexualität aufzugreifen und zu zeigen: Es ist auch ein Thema, das auch sehr schön sein kann und über das man reden kann.

[Schnitt auf die Schauspielerinnen Julia Bihl und Lisa Scheibner. Beide sitzen auf einem Sofa)

Julia Bihl:

Das heißt, es wird nicht allein über sexuellen Missbrauch gesprochen, sondern im weitesten Sinne über Situationen, in denen Kinder sich schlecht, bzw. auch gut fühlen.

(Schnitt auf die fertig bemalten Papiertüten, die nun an einer Wand hängen)

Christopher Gottwald:

Ein gigantisch großes Thema.

(Schnitt auf die Schauspielerinnen Julia Bihl und Lisa Scheibner. Beide sitzen auf einem Sofa. Zwischendurch werden Kinder eingeblendet, die sich die Papiertüten aufsetzen. Eine Animation wird gezeigt, in der ein Mädchen mit einem Mann auf einem Sofa sitzt und Fernsehen schaut. Der Mann legt seine Hand auf den Oberschenkel des Kindes. Das Kind fühlt sich in dieser Situation sehr unwohl. Es zieht Kopf und Schultern ein. ]

Fast jedes Mädchen hat davon erzählt, dass es irgendwann einmal von einem Mann angeguckt wurde. Verfolgt wurde. Also was sich gezeigt hat in der Recherche ist, dass jedes Kind Grenzüberschreitungen kennt.

[Schnitt auf Christopher Gottwald, der Regisseur des Theaterstücks „Trau dich“. Er sitzt gemeinsam mit Regisseurin Annina Giordano-Roth auf einem Sofa.]

Für mich ist das Ziel von dem Stück, über ein Thema zu sprechen, über das immer noch viel zu wenig gesprochen wird.

[Animation wird gezeigt, in der ein Mädchen zu einer Lehrerin geht und mit ihr vertrauensvoll spricht]

Sprecherin:

Hey, darüber kann man sprechen. Und man kann sich Hilfe holen.

[Schnitt auf die Schauspielerinnen Julia Bihl und Lisa Scheibner. Beide sitzen auf einem Sofa. Zwischendurch werden die Kinder mit Ihren selbstbemalten Papiertüten gezeigt. Wie sie sich bewegen. Wie sie lachen und Kissen in die Richtung der Kamera werfen.]

Lisa Scheibner:

Was wir auch gemacht haben, wir haben mit den Kindern Gefühle gesammelt.

Sprecherin:

Es ist nicht der Verstand, es sind die Gefühle, die im Vordergrund sind.

[Schnitt auf Christopher Gottwald, der Regisseur des Theaterstücks „Trau dich“. Er sitzt gemeinsam mit Regisseurin Annina Giordano-Roth auf einem Sofa.]

Christopher Gottwald:

Und jetzt haben wir als Theatermacher die Möglichkeit, das künstlerisch zu verpacken und nicht so pädagogisch vorne zu stehen.

[Schnitt auf die Schauspielerinnen Julia Bihl und Lisa Scheibner. Beide sitzen auf einem Sofa.]

Ja, jetzt sind wir dran. Jetzt macht mal Kompanie Kopfstand was.

[Nachspann: Illustration mit einem Bus, der durch Berlin steht. Darauf die Ankündigung, dass das Theaterstück am 01.03.2013 in Berlin Premiere feiert]

 

Termine

                           
Termin Regionale Maßnahme Stadt Veranstaltungsort
29. November 2016 Schwalm-Eder-Kreis Homberg Stadthalle
16. November 2016 Waren Waren Bürgersaal Waren
15. November 2016 Greifswald Greifswald Stadthalle
10. November 2016 Bad Reichenhall Bad Reichenhall Bayerisches Staatsbad
08. November Kempten Kempten Stadttheater
13. Oktober 2016 Miltenberg Miltenberg Bürgerzentrum Mittelmühle
12. Oktober 2016 Schweinfurt Schweinfurt Stadthalle
11. Oktober 2016 Haßfurt Haßfurt Stadthalle
22. September Hamburg Rotherbaum Hamburg Rudolf-Steiner-Haus
20. September 2016 Kreis Groß-Gerau Rüsselsheim Theater Rüsselsheim
19. September 2016 Fulda Fulda Schloßtheater
16. September 2016 Duisburg Duisburg Theater Duisburg
14. September 2016 Main-Kinzig-Kreis Hanau Comoedienhaus Wilhemsbad
13. September 2016 Kreis Hersfeld-Rotenburg Bad Hersfeld Stadthalle
05. Juli 2016 Altötting Altötting Kultur und Kongressforum
24. Juni 2016 Schwerin Schwerin Capitol
11. Mai 2016 Leipzig Leipzig Schaubühne Lindenfels
04. Mai 2016 Tübingen Tübingen Landestheater
21. April 2015 Nürnberg Nürnberg Staatstheater
18. Februar 2016 Hamburg Hamburg Haus im Park
17. Februar 2016 Hamburg Hamburg Bürgerhaus Wilhelmsburg
27. November 2015 Elmshorn Elmshorn Stadttheater
24. November 2015 Landkreis Konstanz Singen Stadthalle Singen
20. November 2015 Freiburg Freiburg Theater Freiburg, Kleines Haus
18. November 2015 Michelstadt Michelstadt Odenwaldhalle
17. November 2015 Werra-Meißner-Kreis Eschwege Stadthalle Eschwege
13. November 2015 Berlin Berlin Theater Distel
11. November 2015 Husum Husum NordseeCongressCentrum
10. November 2015 Hamburg Hamburg Bürgerhaus Wilhelmsburg
09. November 2015 Neumünster Neumünster Stadthalle
05. November 2015 Bensheim Bensheim Parktheater
04. November 2015 Offenbach Offenbach Capitol
03. November 2015 Korbach Korbach Stadthalle
28. Oktober 2015 Landkreis Rastatt Rastatt BadnerHalle
27. Oktober 2015 Hohenlohekreis Neuenstein Stadthalle Neuenstein
10. Juni 2015 Hamburg Hamburg Bürgerhaus Wilhelmsburg
9. Juni 2015 Auftakt Landestour, Hamburg Hamburg Deutsches Schauspielhaus
28. November 2014 Chemnitz Chemnitz Luxor (großer Saal)
19. November 2014 Tübingen Tübingen Landestheater Tübingen
18. November 2014 Landkreis Heidenheim   Heidenheim   Konzerthaus
11. November 2014 Hohenlohekreis Künzelsau Stadthalle Künzelsau
06. November 2014 Freiburg   Freiburg   Theater Freiburg
16. Oktober 2014 Bodenseekreis   Singen   Stadthalle Singen
15. Oktober 2014 Landkreis Ravensburg   Ravensburg   Konzerthaus
14. Oktober 2014 Landkreis Rastatt   Rastatt   Badnerhalle
9. Oktober 2014 Fulda Fulda Schlosstheater Fulda
8. Oktober 2014 Frankfurt Frankfurt Schultheater Frankfurt
7. Oktober 2014 Darmstadt Darmstadt Staatstheater Darmstadt, Kleines Haus
1. Oktober 2014 Landkreis Pforzheim Pforzheim Kulturhaus Osterfeld
17. September 2014 Kassel Kassel Komödie Kassel
16. September 2014 Kassel Kassel Komödie Kassel
15. Juli 2014 Mannheim Mannheim Capitol Mannheim
11. Juli 2014 Gießen Gießen Kongresshalle Gießen, Großer Saal
9. Juli 2014 Landkreis Mittelsachsen Döbeln Theater Döbeln/ Döbeln
8. Juli 2014 Stadt Leipzig Leipzig Schaubühne Lindenfels/ Leipzig
3. Juli 2014 Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Pirna Hanno-Saal
2. Juli 2014 Erzgebirgskreis Aue Kulturzentrum Aue
28. Juni 2014 Theatertreffen "Spurensuche" Hamburg Fundustheater
17. Juni 2014 Offenbach Offenbach Capitol Offenbach
28. Mai 2014 Landkreis Sächsische Schweiz- Osterzgebirge Freital Stadtkulturhaus Freital/ Freital
27. Mai 2014 Landkreis Leipzig Borna Stadtkulturhaus Borna/ Borna
16. Mai 2014 Wiesbaden Wiesbaden Kulturforum der Musik- und Kunstschule
15. Mai 2014 Wiesbaden Wiesbaden Kulturforum der Musik- und Kunstschule (Auftakt Landestour)
15. April 2014 Landkreis Nordsachsen Schkeuditz Kulturhaus Sonne/Schkeuditz
09. April 2014 Stuttgart Stuttgart Stadttheater Stuttgart (Auftakt Landestour)
11. Februar 2014 Vogtlandkreis Plauen Theater Plauen/ Plauen
29. November 2013 Auftakt Landestour Dresden Deutsches Hygiene-Museum
14. November 2013 Kreis Herzigtum-Lauenburg Schwarzenbek Festsaal Schwarzenbek
13. November 2013 Flensburg+Kreis Schleswig-Flensburg Schleswig Slesvighus
6. November 2013 Neumünster+ Kreis Segeberg Neumünster Theater in der Stadthalle Neumünster
5. November 2013 Flensburg+Kreis Schleswig-Flensburg Flensburg Theater Flensburg
4. November 2013 Kreis Ostholstein Neustadt Theatersaal der Jacob-Lienau Schule
25. September 2013 Lübeck Lübeck Theater Lübeck
19. September 2013 Kreis Stormarn Bargteheide Kleines Theater Bargteheide
18. September 2013 Kreis Pinneberg Elmshorn Theater Elmshorn
17. September 2013 Kreis Nordfriesland Niebüll Stadthalle Niebüll
23. Mai 2013 Rostock Rostock Stadthalle
22. Mai 2013 Kiel Kiel Kieler Opernhaus
25. April 2013 Koblenz Koblenz  Rhein-Mosel-Halle
24. April 2013 Kassel Kassel Komödie
23. April 2013 Kassel Kassel Komödie
10. April 2013 Zwickau Zwickau  Alter Gasometer
09. April 2013 Zwickau Zwickau Alter Gasometer
06. März 2013 Wuppertal Wuppertal  Haus der Jugend
01. März 2013 Berlin Berlin Renaissance Theater

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Anmeldung und Kontakt

Kalender mit StiftFür die Dauer der Initiative übernimmt die Agentur Sinus die Tourneeplanung und Terminabstimmung mit allen Beteiligten. Im Vorfeld einer jeden Tour gibt es Kooperationsverhandlungen mit den zuständigen Ministerinnen und Ministern der Bundesländer, mit denen über den Start und den Umfang einer landesweiten Tour sowie über die teilnehmenden Städte/ Regionen und die jeweiligen Partner entschieden wird. Vor diesem Hintergrund variieren die Anmeldungsmodalitäten für jede Stadt und jedes Land. Sobald die entsprechenden Termine jedoch feststehen, ist es möglich sich bei der dafür verantwortlichen Institution, z.B. Schul- oder Jugendamt über die Anmeldungsmodalitäten zu informieren. Gern können Sie sich jedoch bei Fragen und Unklarheiten an die Agentur Sinus wenden.

Kontaktdaten

Projektbüro „Trau dich!“
c/o sinus – Büro für Kommunikation
Marcella Knipschild
Habsburgerring 3, 50674 Köln

Tel.: 0221/272255-0
E-Mail: info@sinus-bfk.de

FAQ Interview-Filmclips zum Theaterstück mit der Kompanie Kopfstand

Kompanie Kopfstand Zu den FAQ Interview-Filmclips

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