Bundesweite Initiative zur Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs
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Prävention von sexuellen Kindesmissbrauchs: Hintergründe über die Ziele der Initiative

Trau dich! Gemeinsam gegen sexuellen Kindesmissbrauch

Die „Bundesweite Initiative zur Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs“ verknüpft unter dem Titel „Trau dich!“ eine Reihe von Maßnahmen gegen sexuellen Kindesmissbrauch. Die Initiative ist Teil des Aktionsplans 2011 der Bundesregierung zum Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt und Ausbeutung. In das Konzept sind Erkenntnisse des Runden Tisches „Sexueller Kindesmissbrauch“  und Empfehlungen der Geschäftsstelle des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs eingeflossen.

Vorwort

Die bundesweite Initiative „Trau dich!“ will zum einen Mädchen und Jungen ermutigen, sich im Bedarfsfall leichter Hilfe zu holen. Zum anderen sollen Erwachsene befähigt werden, auch selbstverständlicher Hilfe geben zu können.

Dabei geht es nicht nur darum, Betroffenen als Unterstützung zur Verfügung zu stehen, sondern im umfassenden Sinne präventiv zu wirken; das heißt Kinder, Eltern und Lehrkräfte zu stärken.

Dies gelingt nur im Zusammenspiel der unterschiedlichen Bausteine von „Trau dich!“: Über das Theaterstück findet ein direkter Austausch mit den Mädchen und Jungen statt. In den Fortbildungen für Lehrkräfte wird Wissen und Handlungsfähigkeit vermittelt. In Informationsveranstaltungen erfahren Eltern Anregungen für den Erziehungsalltag. Begleitende Materialien und Online-Angebote für Kinder, Lehrkräfte und Eltern flankieren die personalkommunikativen Maßnahmen und helfen, die Zielgruppen sprachfähiger und wahrnehmungsfähiger zu machen.

Foto Dr. Heidrun ThaissDie gleichzeitige Vernetzung aller Aktiven eines Bundeslandes schafft und verstärkt nachhaltige Strukturen – auch über die Aufführungen des Theaterstücks hinaus. Und genau dies dient langfristig dem Schutz und der Kompetenzerweiterung von Kindern und den unterstützenden Erwachsenen.

Frau Dr. Heidrun Thaiss
Leiterin Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Die Akteure

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ist gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) für die Konzeption, Entwicklung und Durchführung der Initiative verantwortlich und setzt sie in Kooperation mit den Bundesländern und den Fachstellen gegen sexuellen Missbrauch um. Dafür arbeitet sie mit dem Kinder- und Jugendtelefon „Nummer gegen Kummer“ zusammen.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat die Aufgabe,verschiedene Maßnahmen umzusetzen. Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen einen Überblick u.a. darüber geben, was die Ziele der Initiative sind, welche Bausteine und Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele eingesetzt werden und wie die Initiative durch Evaluation wissenschaftlich begleitet und umgesetzt wird.

Beratendes Fachgremium

Am Freitag, 19.06.2015 fand die erste Sitzung des beratenden Fachgremiums der bundesweiten Initiative zur Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs „Trau dich!“ in der BZgA statt. Für die zweite Laufzeit der Initiative bis Ende 2018 wurden insgesamt 26 Mitglieder aus den nachfolgenden Bereichen berufen: Kinder- und Jugendschutz, Fachberatungsstellen, Lehrerfortbildung/Schulentwicklung, Kinderrechte, Erziehungswissenschaft, Sexualpädagogik, Präventionsforschung, Kirchen und Wohlfahrtsverbände, Wissenschaft und Forschung, Justiz, Medizin, Arbeitnehmerverbände, Ministerien, „Eckiger Tisch“.

Das Fachgremium soll die BZgA bei der Fortsetzung der bundesweiten Initiative beraten und begleiten sowie bei der strategischen und praxisgerechten Umsetzung landesweit und regional unterstützen.

Gruppenfoto_Beratendes Fachgremium

Mitglieder des Beratenden Fachgremiums

Name Institution
Dr. Dirk Bange Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration
Dr. Christian Böhm Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg Beratungsstelle Gewaltprävention
Bernd Eberhardt Deutsche Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung e.V.
Bettina Frank Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin
Dr. Ingo Franke Universitätskinderklinik Bonn
Erika Georg-Monney Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche im Rheinland im Haus Landeskirchliche Dienste
Prof. Dr. Cornelia Helfferich Sozialwissenschaftliches FrauenForschungsInstitut Freiburg
Jun. Prof. Dr. Anja Henningsen Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Norbert Hocke Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
Paula Honkanen-Schoberth Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V. Bundesgeschäftsstelle
Martina Huxoll-von Ahn Deutscher Kinderschutzbund Landesverband NRW e.V.
Matthias Katsch Eckiger Tisch
Christa Lettau  
Prof. Dr. Jörg Maywald Deutsche Liga für das Kind in Familie und Gesellschaft (Initiative gegen frühkindliche Deprivation) e.V.
Manuela Röttgen Erzbistum Köln
Ursula Schele Präventionsbüro PETZE
Friedemann Schindler jugendschutz.net
Jörg Schuh Tauwetter e.V.
Ulrike Stahlmann-Liebelt Staatsanwaltschaft Flensburg
Dr. Manuela Stötzel (ständiger Gast) Referat „Arbeitsstab des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs“
Norbert Struck Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.
Angelika Sydow Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein
Christa Wanzeck-Sielert Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein
Jun. Prof. Dr. Martin Wazlawik Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Prof. Dr. Julia Zinsmeister Technische Hochschule Köln
Prof. Dr. Maud Zitelmann Frankfurt University of Applied Sciences

 

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